Gemeindepartnerschaft

Seit September 1979 besteht eine Gemeindepartnerschaft mit der Gemeinde Pleudihen-sur-Rance (Frankreich).

 

 

Im Dezember 1978 besuchte eine Delegation aus Pleudihen die Gemeinde Herschbach.

 

Im Mai 1979 erfolgte der Herschbacher Gegenbesuch, um die Partnerschaft mit diesem Ort zu besiegeln.

 

Im September 1979 fand dann die offizielle Partnerschaftsfeier in Herschbach statt. In einer außerordentlichen Gemeinderatssitzung wurden die Partnerschaftsurkunden von den damaligen Bürgermeistern Dr. E. Playoust und Franz Beuler unterzeichnet.

 

 

Im Jahre 1981 fand dann unter der Betreuung von Herrn Günther Beuler und Frau Ulrike Pfeifer der erste Schüler- und Jugendaustausch statt. Seit dem werden diese jährlich bis zum heutigen Zeitpunkt fortgeführt. 

 

Am 25. Januar 2001 trafen sich 25 Freunde der Partnerschaft, um einen Verein zu gründen. Der Verein unterstützt den Partnerschaftsausschuss der Ortsgemeinde und bringt neue Ideen ein, um der Bevölkerung die Skepsis gegenüber der Partnerschaft zwischen der bretonischen Gemeinde Pleudihen-sur-Rance und Herschbach zu nehmen. Die Jugendarbeit ist jedoch oberstes Ziel des Vereines, denn "die Jugend ist der Garant für den Fortbestand  der  Partnerschaft  und  somit  auch für  den Frieden  in Europa", so der  damalige Vereinsvorsitzende.

 

 

Jubiläen werden abwechselnd in 5-Jahres-Abständen groß gefeiert, einmal in Pleudihen, anschließend ein Jahr später in Herschbach.


Impressionen von Pleudihen


40-jährige Partnerschaft wurde groß gefeiert

 

Am Mittwoch, 09. Mai machten sich abends gegen 21.00 Uhr knapp 100 Herschbacher und an der Partnerschaft Interessierte aus den umliegenden Ortsgemeinden mit zwei Bussen auf den Weg in die 900 km entfernte Herschbacher Partnergemeinde Pleudihen Sur Rance. Dort wollten wir in den darauffolgenden Tagen die Feierlichkeiten zu dem 40-jährigen Partnerschaftsjubiläum begehen.

Nach ziemlich genau 12 Stunden kamen wir am nächsten Morgen in Pleudihen an, wo wir schon von den französischen Freunden mit einem Frühstück erwartet wurden. Im Anschluss daran ging es in die einzelnen Unterkünfte oder zu den Gastfamilien. Am Nachmittag trafen wir uns dann im Cidre Museum, wo alle Gäste in die Kunst der Cidre Herstellung eingeweiht wurden und eine Verkostung stattfand. Der Abend gehörte dann wieder ganz den Gastgebern und ihren Gästen zur freien Verfügung. Am Freitagmorgen ging es nun mit drei Bussen zur Besichtigung des Fort La Latte, einer Befestigung aus dem 14. Jahrhundert. Diese imposante und denkmalgeschützte Burganlage beeindruckte alle Besucher. Im Anschluss fuhren wir zusammen an einen Strandabschnitt, an welchem wir ein Picknick machten. Unsere französischen Gastgeber hatten hierfür alles perfekt vorbereitet.

Perfekt ist auch das Stichwort für die Organisation / Durchführung der folgenden Veranstaltungen.

 

Gegen 18.00 Uhr trafen wir uns mitten im Herzen von Pleudihen zur Einweihung des neuen "Herschbacher Platzes".

 

David Boixiere (mein französischer Amtskollege) betonte, dass "Herschbach nun nicht nur im Herzen aller Einwohner von Pleudihen verankert sei, sondern auch nun sichtbar mitten im Herzen der Gemeinde". Gemeinsam mit dem Festausschuss und Erich Reifenberg als Ehrengast wurde der Platz dann feierlich übergeben. Im Anschluss daran fand die offizielle Feier in der Festhalle statt. Nach einer kurzen Begrüßung durch David Boixiere stellte Cordula Simmons stellvertretend für den deutschen Partnerschaftsverein die Bedeutung und die Geschichte der Partnerschaft in den letzten 40 Jahren sehr beeindruckend dar. Vielen Dank auch an dieser Stelle noch einmal dafür Cordula!

 

David Boixiere  freute sich so viele Gäste in Pleudihen begrüßen zu dürfen und freute sich auch über die zahlreichen Jugendlichen, die den Austausch beleben würden.

Neben unseren Gastgeschenken - auf die ich noch einmal gesondert eingehen werde - hatte ich eine Linde mit herzförmigen Blättern als Symbol der Freundschaft mitgebracht. Vor vierzig Jahren hatten beide Bürgermeister in ihren ersten Reden betont, dass aus den Beziehungen ein starker Baum der Freundschaft erwachsen werde. Daher passte die Linde und schloss den Kreis zu den damaligen Reden. Im Anschluss wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Ein DJ sorgte für ausgelassene Stimmung und ein Kuchen mit Feuerwerkt für weitere emotionale Höhepunkte.

Am Samstagmorgen fuhren wir dann nach St. Malo. Hier wanderten wir auf der 1,6 km langen Stadtmauer und genossen bei gutem Wetter das tolle Flair dieser wunderschönen mittelalterlichen Stadt. Um 18.00 Uhr begann dann der deutsch - französische Gottesdienst mit Elementen in beiden Sprachen. Im Anschluss daran legten David Boixiere und ich zusammen mit zwei Kindern einen Kranz am Kriegerdenkmal nieder. Hiernach wurde die Europahymne auf französisch gesungen.

Gegen 19:30 Uhr begann dann die informelle Abendveranstaltung an einem weiteren malerischen Ort der Gemeinde. Hier wurden hunderte selbstgemachte Crepes und Galettes gereicht. Dazu gab es Cidre, Wein, französisches sowie deutsches Bier. Auch diese Feierlichkeit ging bis nach Mitternacht. Es wurden viele Gespräche mit unseren Freuden geführt, in Erinnerungen geschwelgt und neue Pläne geschmiedet! Kurzum, es war einfach herrlich. Die vielen positiven Eindrücke und vor allem die vielen herzlichen Emotionen lassen sich hier überhaupt nicht annähernd beschreiben. Am nächsten Morgen trafen wir uns um 08:30 Uhr am Abfahrtsort und weil Muttertag war, erhielt jede Mutter von David und mir noch eine Rose überreicht. Er wiederum startete noch einen Konvoi mit deutschen und französischen Flaggen bis zur Autobahn. Was soll ich da noch schreiben? Wir freuen uns nun auf die Feierlichkeiten im kommenden Jahr an Pfingsten hier in Herschbach und ich möchte mich noch einmal bei allen Mitfahrern und Trägern der Partnerschaft sowie allen Organisatoren und Helfern recht herzlich bedanken!