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Totengedenken

Der November gilt gemeinhin als der Totenmonat. Die Natur begibt sich in den Winterschlaf; es wird kälter und ungemütlicher. Die Sonntage in diesem Monat Erinnern an die Vergänglichkeit aller Dinge. Das Gedächtnis der Toten steht im öffentlichen und kirchlichen Interesse. Die christlichen Feiertage Allerheiligen, Allerseelen und der Totensonntag, aber auch der Volkstrauertag erinnern uns an das Sterben: an die Toten der Kriege, der Terrorakte und Gewalttaten sowie an die Folgen großer Naturkatastrophen.

In Friedrichssegen an der Lahn steht ein Denkmal, welches darauf hinweist, die hier "nach einem Jahr unmenschlicher Zwangsarbeit mindestens 51 jüdische Mitbürger am 10. Juni und 28. August 1942 von Friedrichssegen über das Konzentrationslager Theresienstadt in den Tod deportiert wurden". Auch von den 14 Herschbacher Juden sind hier vier aufgeführt (ohne Daten) : Anneliese Strauß geb. 1936 sowie die Eltern Selma geb. um 1886? und Siegfried Strauß geb. 1884. Weiter ist hier Ludwig Baer geb. 1887 eingetragen. Ludwig Baer wurde zum 8. Mai 1945 (Kriegsende) für Tod erklärt.

In Zeiten wachsenden Antisemitismus und des Anschlags von Halle ist es wichtig ein Zeichen zu setzen. Daher treffen wir uns auch am Freitag, den 08. November abends vor dem Rathaus um unter anderem den deportierten Herschbacher Juden zu gedenken. Hierzu laden wir recht herzlich ein.