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Ergebnis der Kampfmittelvorerkundung

Das in Auftrag gegebene Gutachten zu Resten von Kampfmitteln / Blindgängern in Herschbach führte zu dem Ergebnis, dass wir weitere Untersuchungen in einigen Bereichen vornehmen müssen, da der Verbleib von Sprengmitteln nicht zu 100% ausgeschlossen werden kann. Diese Untersuchungen sind angefragt und werden kurzfristig in Auftrag gegeben. Das untersuchte Gebiet umfasst nicht nur den Ginsterberg, sondern neben einigen Straßenzügen (Berg-, Wiedstraße,...) unter anderem auch die Gärten oder das neue Industriegebiet. Interessant ist aber das, was man aus den historischen Archiven zu den Luftangriffen auf Herschbach lernen kann. Nachfolgend zitiere ich aus dem Untersuchungsbericht: "Die Analyse der Unterlagen führte zu dem Ergebnis, dass Herschbach zwischen dem 21.02. und 26.03.1945 von elf Luftangriffen der Eighth (8th) und Ninth (9th) Air Force der United States Army Air Forces (USAAF) betroffen war. Zum Einsatz gegen Verkehrsziele in der Region kamen neben Spreng-, Splitter- und Brandbomben auch Bordwaffen. Das Untersuchungsareal war von den folgenden Attacken betroffen: Am 16.03.1945 warfen acht P-47 Jagdbomber 500 lb Spreng-, 260 lb Spitter- sowie 500 lb Brandbomben unter anderem auf die Kleinbahn in Herschbach ab. Bei zwei Luftschlägen am 21.03.1945 wurden 8 x 500 lb Spreng- sowie Brandbomben verschiedener Kaliber eingesetzt (75 gal & 500 lb)." 

 

Axel Spiekermann

Ortsbürgermeister