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Die Kirchenorgel von St. Anna


Die im Jahre 1773 erbaute Orgel von Johann Willhelm Schoeler aus Ems war das größte Werk des alten Meisters. Sie besaß drei Manuale und 34 Register; 13 im Hauptwerk, 10 im Unterwerk, 6 im Echo und 5 im Pedal. 1914/15 wurde sie von einer mechanischen Schleifladenorgel auf eine pneumatische Traktur mit Kegelladen umgebaut. 1981 wurde ein freistehender Spieltisch installiert und das Instrument von rein pneumatischer Steuerung zu elektropneumatischer Steuerung umgebaut.

Im Jahre 2004 erfolgte eine weitere Reparatur. In den letzten Jahren zuvor war das Instrument nur mehr bedingt spielbar gewesen. Neben der Verschmutzung der Pfeifen traten zudem Schäden an den Holzpfeifen durch Wurmbefall zutage. Auch die Traktur im I.Manual funktionierte nur noch mit ungleicher Verzögerung, da man 1980 für die untere Windlade zwar eine elektrische Ansteuerung eingebaut hatte, während die Spieltraktur der oberen Windlade von der unteren aus pneumatisch verläuft. Ferner war die elektrische Betätigung und Mechanik des Schwellers defekt.

Die zunächst verfolgte Idee, die ursprüngliche Johann-Wilhelm-Schöler Orgel zu rekonstruieren, zeigte sich alsbald angesichts der Kosten als illusorisch. Man entschloss sich daher “nur“ zu einer Generalreinigung und Überholung der Orgel.

Am Ostermontag wurde die Orgel nach 11 Wochen Arbeit von Pfarrer Michael Kohlhaas wieder eingeweiht. Zusammen mit dem Kirchenchor Cäcilia, der auch im Festgottesdienst mitwirkte, gestaltete Organist Mario Hüsch mit der renovierten Orgel die Eucharistiefeier zu einem Erlebnis.

In einer Broschüre wird die Geschichte und der Werdegang der Orgel geschildert. Bernhard Hemmerle hat interessante Begebenheiten vom Beginn des Orgelbaues im Jahre 1772 bis heute zusammengetragen. Diese Broschüre ist im Pfarrbüro in Herschbach erhältlich.